Lanzarote - Cesar Manrique
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Jardin de Cactus, der Kakteengarten

Das letzte, für Touristen gedachte Projekt César Manriques war der "Jardin de Cactus", der "Kakteengarten" im Norden des Ortes Guatiza. Der Künstler begann 1989 mit der Anlegung dieses Gartens, der 1990 dem Publikum freigegeben wurde. Schon von weitem ist der riesige Metall-Kaktus zu sehen der am Eingang die Besucher empfängt. Lanzarote KakteengartenDer, in einen Steinbruch gearbeitete, Kakteengarten ist wie ein Amphitheater, mit breiten, aufsteigenden Terrassenstufen aus Lavasteinmauern angelegt. Auf dieser, insgesamt 5000 Quadratmeter großen Fläche findet man über 10.000 Pflanzen, die meisten davon Kakteen. Die rund 1400 verschiedenen Arten, gedeihen auf dem mit Vulkanasche bedeckten Boden prächtig. Zwischen den Kakteen und Pflanzen stehen immer wieder große Monolithen aus festgewordener Vulkanasche. Sie wurden durch das Abtragen der Asche freigelegt

Das kleine Kakteengarten- Restaurant mit Wandmalereien Manriques passt sich, durch die Wandverkleidung aus Vulkangestein, dieser bezaubernden Welt perfekt an. Eine Einheit der Baukunst, wie sie für César Manrique typisch ist. Ein malerischer Teich und eine alte, liebevoll restaurierte Gofio- Mühle, die auch besichtigt werden kann, runden das Gesamtbild ab.

Der Ort Guatiza wurde von Manrique wohl durchdacht für seinen Kakteengarten ausgewählt. Seit jeher wurden dort und in der nächsten Umgebung Kakteen angebaut, der Feigenkaktus war dabei besonders beliebt. Riesige Felder mit Kakteen bildeten, vor dem Tourismus, eine der wichtigsten Einnahmequellen von Lanzarote. Auf ihnen wird die Cochenille - Schildlaus gezüchtet, die den roten Farbstoff Karmin (durch Karminsäure) liefert. Anfangs wurde der Farbstoff für die Uniformen der englischen Armee des 19. Jahrhunderts verwendet, findet er heute hauptsächlich in der Kosmetikindustrie Verwendung. Da 150.000 Larven der Laus benötigt werden um ein Kilo des Farbstoffes Karminrot herzustellen, hat die Farbstoffgewinnung auf Lanzarote längst an Bedeutung verloren. Denn anderswo auf der Welt ist die Produktion mit der gleichen Methode doch wesentlich günstiger.


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